Beim Frühstück

Es war ein seltsamer Tag
als am Frühstückstisch mich die Kaffee-Maschine fragt:

Also hör mal, jeden Morgen in der Frühe,
merk ich wie ich Kaffee aufbrühe.

Jetzt wollt ich von dir wissen:
Ist dir das nicht langweilig? Denn ich find’s beschissen.
Und – ist das gesund?

Ich entgegnete: Kaffee-Maschinen sind des Redens nicht mächtig!
Sie lachte beträchtlich.

Oh doch, sagte sie, reden können wir ganz toll -
normal sind wir nur ein sehr schweigsames Volk,
doch jetzt musst ich mal fragen, was der Scheiß hier soll.

Ich staune und sage als ich die Tasse hoch halte:
Gesund ist es nicht, oder warum denkst du,
dass ich mich mit dir unterhalte?

 

Veröffentlicht in: on April 29, 2008 at 9:17 Kommentare (1)
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Die Datei

Wir stellen uns etwas vor:

Es sei
eine Datei.

Jemand machte sie auf -
doch die Datei war nicht gut drauf
wer auf Gottes Erden
will schon so früh bearbeitet werden?

Öffnen mit… und dann das Programm
das kotzte die Datei schon lange an
Immer das selbe, immer nur Word
das ist, was die Datei so unglaublich stört.

Und dann auch noch speichern – der pure Frust
denn darauf hatte die Datei nun echt keine Lust.

So ist zu lesen, wenn die Datei ihrem Öffner grollt:
„Datei kann nicht geöffnet werden – Datei schmollt!“

Veröffentlicht in: on April 27, 2008 at 8:17 Kommentar schreiben
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Lebensfreude

Ein Regenwurm saß dort am Fluss
Und freute sich des Lebens.

Da kam ein Vogel – fraß ihn auf.

Er freute sich vergebens.

Veröffentlicht in: on at 8:12 Kommentar schreiben
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Mehr feucht als fröhlich

Es war einmal ein Thunfisch namens Harry
er war ein grundfröhliches Tier
das lag, es ist nur schwer zu glauben
an dem Konsum von reichlich Bier

Auch Wodka, Gin, Tequila,
fand Thunfisch Harry gar nicht ohne
spätestens um fünf Uhr früh
Hatte Harry einen in der Krone

Er trank und trank und
nüchtern bleiben lag ihm fern
dazu hatte Harry leider
den Alkohol zu gern

Der Grund seines Trinkens war:
Das leben ging ihm auf den Sack
drum war Thunfisch Harry auch
sein Leben lang im Lack

Veröffentlicht in: on at 8:00 Kommentar schreiben
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Die Delikatesse

Ich saß in einem Restaurant
und ich aß Hummer
der schaute  mich an und sprach:
Sei doch kein Dummer!
Iss mich nicht! Wir Meerestiere sind krank
und giftig!!

Das fand ich nicht witzig.

Doch das störte ihn nicht,
er jammerte heiter weiter:
„Und der da, der ist voller Pestizide!“,
er zeigte auf den Salat, seinen Begleiter,
„ich selbst bin voller Eiter! Und du
wie du da sitzt in Anzug und Frack – du hast doch Geschmack!“

Ich sagte:
Halt die Fresse Delikatesse
und wander ohne zu klagen
in meinen Magen.

Veröffentlicht in: on at 7:59 Kommentar schreiben
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Alle Energie zu den Leuten

Tokyo Geschlecht-Zerstörung

Über Kickin heraus sprechen die Staus, Spaniens ist das neueste Benennen zu MC5 der radikal raffinierte Garagefelsen – und – rollen Explosion Tokyo Geschlecht-Zerstörung. Felsen 10 – und – Rollenerfolge, die mit allen yeah yeahs und alles synkopierte Klatschen und Guitarre Brüche und vocal Leitungen und Tanzschritte und catchy Chöre gefüllt werden. Dieses Album ist explosiv! Starke Nation von Ulysses/bilden hybride diplomatische und Artgleichförmigkeit während ihrer Lyriken und Bildes. Einerseits erzeugt sie Töne eher wie das Sonics oder schlau und den Familie Stein aber mit dem gleichen politischen Element wie mit einem Band versieht wie internationale Geräusch-Verschwörung. Ben Swank der Soledad Brüder sagt, daß Phasen sie ihn an die gleiche Energie wie das Datsuns mit ihren wilden Erscheinen erinnern. Alle Energie zu den Leute motherfuckers

 

Veröffentlicht in: on at 7:49 Kommentar schreiben

Symphonie des Alltags

Dies ist ein Test-Text. Er freut sich trotzdem wenn er gelesen wird. (Daran glaube ich zumindest ganz fest!)

Symphonie des Alltags

7.30 Uhr – Ziemlich früh für einen Studenten den Tag zu Beginnen. Üblicherweise endet das studentische Nachtleben erst um diese Zeit. Doch manchmal muss es auch ein bisschen mehr sein als Party. Das schlimmste an einem frühen Morgen ist das Duschen, nicht etwa weil das Gefühl des frischgewaschenseins unangenehm wäre, sondern vielmehr weil der immense Aufwand dieses Gefühl zu erreichen doch arg lästig ist. Denn der Nachteil einer Dusche ist es, dass man dabei immer furchtbar nass wird. Wer jetzt denkt, dass sei noch nicht die große Erkenntnis hat recht. Aber mal ehrlich – wer hat morgens um halb Acht schon eine Epiphanie?

8 Uhr – Autobahnfahrt. Wieder bestätigt sich die bei mir vorherrschende Meinung, dass die gesamte Menschheit schlechter Auto fährt als ich selbst. Der Satz „Die Straßenverkehrsordnung behindert meinen Fahrstil“ trifft bei mir zwar auch annähernd zu, was mich aber wirklich stört sind die anderen Verkehrsteilnehmer. Deshalb meine Forderung: AUTOFAHREN – Wer’s nicht kann nimmt Bus und Bahn…

8.30 Uhr – Ankunft. Und eigentlich ist der Tag schon wieder gelaufen. Doch eine Autobahnfahrt am frühen Morgen treibt den Blutdruck und das Adrenalin derart nach oben, dass an ein Nickerchen nichteinmal zu denken ist. Trifft sich ganz gut – man muss ja sowieso in die Uni. Der Bus ist schon weg, weshalb das Auto wieder zum Einsatz kommt. Nächste Erkenntnis: In der Stadt fahren die Leute genauso scheiße wie auf der Autobahn.

10 Uhr - Universität. Ja ja, die gute Universität. Ort der Bildung, der Lehre und des altehrwürdigen Wissens. Und des seligen Schlafs, sieht man sich zwei Drittel der Studenten an, deren Veranstaltungen vor 10 Uhr beginnen. Die sind dann wohl mit dem Bus angereist. Man selbst – vollgepumpt mit Adrenalin – macht sich motiviert an die Lösung gestellter Aufgaben. Beim Thema „Weblogs“ Notiz ins Notizbuch: Mal schauen wie das funktioniert. 

11 Uhr – Die Veranstaltung zieht sich etwas und das Adrenalin ist verschwunden. Der Blutdruck auch, fast gänzlich. Der Typ da drüben – lebt der überhaupt noch? Hat sich jedenfalls die ganze Veranstaltung noch nicht bewegt.

12 Uhr – Jetzt aber schnell. Vor lauter Sinnierei über die Dusche habe ich das Frühstücken vergessen und langsam macht sich ein alles in Vergessenheit geraten lassender Hunger breit. Also auf zum Bäcker. Dort wartet das schlimmste, was einem bei jeglichen Einkäufen passieren kann: Rentner. Rentner haben prinzipiell nie Zeit, brauchen aber überall am längsten. An der Kasse müssen sie sich dann auch noch vordrängeln… Aber man muss Verständnis haben. In solch einem Alter weiß man ja nicht, wie lange man’s noch macht. Beim Bäcker jedenfalls zwei ältere Damen. Stehen da und diskutieren erstmal, welches Brot sie haben wollen und wieviel (wahrscheinlich war für die Diskussion zu Hause nicht mehr genug Zeit…). Das man aber einen eiligen Studenten vorlässt, der weiß was er will und es sogar passend hat kommt nicht in die Tüte. Adrenalin und Blutdruck steigen wieder.
Nachdem die Damen die Bäckerin dann noch fünf mal danach gefragt hatten, ob die Bäckerei morgen um sieben Uhr öffne, konnten sie sich dann auch dazu durchringen einen halben Laib Brot zu erstehen.

13 Uhr – Mittagessen erfolgreich abgeschlossen. Vor dem heimischen PC wird der Notiz-Blog (dies ist ein absichtlicher Wortwitz kein Schreibfehler – es darf also gelacht werden) nach Aufgaben durchforstet. Notiz für heute: Weblogs testen. Aufgabe abgeschlossen. Weitere Aufgaben: Hausarbeit schreiben, Referate vorbereiten, Texte lesen.  Na dann auf ins Gefecht!

Veröffentlicht in: on April 25, 2008 at 12:24 Kommentar schreiben
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